Herzlich Willkommen auf unserer Informationsplattform für Anleger des Riesenradfonds Singapore Flyer GmbH & Co. KG!

Aufgrund der Geschehnisse der letzten Monate, insbesondere im Zusammenhang mit dem Schreiben der Fondsgeschäftsführung vom 3.9.2010 ist die Verunsicherung, Wut und das Entsetzen der Anleger des Riesenradfonds Singapore Flyer enorm gestiegen - und damit auch das Informationsbedürfnis.

Wir wurden von zahlreichen Anlegern des Fonds gebeten, eine Informationsplattform ins Leben zu rufen. Dies haben wir nun getan: diese Seite soll zum Austausch der Anleger untereinander dienen, aber auch dazu führen, dass jeder einzelne durch eine kostenlose Anmeldung dazu beitragen kann, dass Interessen gebündelt werden und damit der Druck auf die beteiligten Banken erhöht werden kann. Wir meinen, dass es an der Zeit ist, den Banken zu zeigen, dass man so nicht mit Anlegergeldern umgehen kann. Wir fordern Schadenersatz für die Anleger!

Wir beabsichtigen, auf dieser Seite alle neuen Informationen, auch Urteile, die wir zugunsten unserer Mandanten gegen die beteiligten Banken erstreiten werden, zu veröffentlichen. Im Forum können sich Anleger über alles, was ihnen im Zusammenhang mit dem Fonds auf dem Herzen liegt, austauschen, und dort z.B. auch nach Anlegern suchen, die vom selben Berater der gleichen Bankfiliale beraten wurden. Dies könnte z.B. im Rahmen eines Klageverfahrens gegen die beratende Bank hilfreich werden, wenn es darum geht, Zeugen für gewisse Aussagen des Anlageberaters zu benennen.

Wenn Sie diese Initiative unterstützen möchten und per email über neue Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten werden wollen, bitten wir Sie, sich unter dem Menüpunkt "Anmelden" anzumelden. Ihre Daten werden nicht auf der Seite veröffentlicht, sondern nur in einem Verteiler gesammelt, der selbstverständlich nicht an Dritte weitergereicht wird. Wer öffentlich diskutieren möchte, kann dies unter dem Menüpunkt "Forum" unter seinem Namen oder einer fiktiven Userkennung tun.

Derzeit vertreten unsere Kanzleien bereits mehrere Dutzend geschädigte Anleger der Singapore Flyer GmbH & Co. KG.

Wir waren auf der außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 21.9.2010 in Frankfurt anwesend und mussten feststellen, dass hier einiges im Argen liegt. Da die Projektgesellschaft gegen einzelne Kreditvertragsklauseln der darlehensgebenden Bank UCB (Hypovereinsbank "Asia") verstoßen hat, sollten die Anleger eine Umstrukturierung der Fremdfinanzierung abnicken, da sonst die Insolvenz drohe.

Wir meinen, dass es sich nur um eine Hinauszögerung der Hiobsbotschaft handelt und dass die Anleger keine großen Ausschüttungen mehr zu erwarten haben.

Anleger sollten daher Schadensersatzansprüche gegen die Verantwortlichen, u.a. gegen die beratenden Banken, die ihnen das Desaster eingebrockt haben,  geltend machen.

Wir meinen, dass zum einen mit den Anlegergeldern sorgsamer hätte umgegangen werden müssen und dass die Prospektangaben falsch sind. Außerdem hätten die beratenden Banken das empfohlene Produkt vorab besser "auf Herz und Nieren" prüfen müssen. Sie hätten die Anleger auf die Risiken hinweisen müssen und die Beteiligung nicht als sichere Anlage verkaufen dürfen.

Außerdem hätten die Anleger darüber informiert werden müssen, dass die beratende Bank mindestens10 % Vermittlungsprovision erhält. Es ist nicht ausreichend, wenn im Prospekt lediglich die Höhe von Kosten der Eigenkapitalbeschaffung angegeben ist: die Rechtsprechung verlangt, dass auch Anleger geschlossener Fonds darüber informiert werden müssen, dass und in welcher Höhe die beratende Bank Provisionen kassiert.

Wir hoffen, die Interessen der Anleger in so großer Zahl bündeln und auf diese Weise so großen Druck auf die Banken ausüben zu können, dass die Banken ein akzeptables Angebot zur außergerichtlichen Streitbeilegung unterbreiten und man auf diese Weise einen Rechtsstreit vermeiden könnte. Auch bei anderen Fonds ist uns dies schon gelungen: bei den VIP-Medienfonds hat der Druck durch zahlreiche Urteile, die wir gegen die beratende Bank unter anderem wegen fehlender Aufklärung über die Vertriebsprovision erstreiten konnten (kick-back-Rechtsprechung), zu flächendeckenden Vergleichsangeboten auch für nicht klagende Anleger geführt.

Auch beim Nachfolgefonds der DBM Fonds Invest GmbH, dem Riesenradfonds Global View Great Wheel Beteiligungs GmbH & Co. KG, liegt einiges im Argen: die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt dort wegen des Verdachts der Veruntreuung von Anlegergeldern. Dort sollten die Anleger mit einem Abfindungsangebot einer Tochtergesellschaft der dahinterstehenden ABN Amro Bank mit 60 % ihrer Einlage abgespeist werden. Viele Anleger ließen sich dies nicht gefallen und nehmen die DBM Fonds Invest GmbH, die auch für den Prospekt des Singapore Flyer verantwortlich ist, aus Prospekthaftung sowie die beratenden Banken aus Falschberatung auf Schadensersatz in Anspruch. Dort wurden die Eigenkapitalbeschaffungskosten im Prospekt zudem falsch mit 10 % angegeben, obwohl tatsächlich 12 % Vermittlungsgebühr an die Deutsche Bank und an die Delbrück Bethmann Maffei AG geflossen sind (vgl. auch www.global-view-anleger.de).

Bei beiden Fonds war die DBM Fonds Invest GmbH die Prospektherausgeberin, es waren zum Teil dieselben Personen in der Geschäftsführung.

Gerne stehen wir für etwaige Rückfragen zur Verfügung.

© Mattil & Kollegen
Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht

Katja Fohrer
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht

Wolfgang Arndt
Rechtsanwalt